| Beachhandball - Was ist das? | ||
Die Geschichte des
Beachhandballs geht weiter zurück. Als im Sommer 1994 der Deutsche
Handball-Bund in Bartenbach die erste Bachhandball-Anlage einweihte und
damit sein Projekt "Raus aus den Hallen" startete, glaubten
nur wenige an eine erfolgreiche Zukunft dieser Handballvariante. Das Jahr
1995 mit seinen Turnierangeboten an Nord- und Ostsee machte deutlich,
dass mit Beachhandball ein sportliches Angebot entstanden ist, das breiten-
und freizeitorientiert eine hervorragende Ergänzung zum Wettkampfhandball
in der Halle darstellt.
Beachhandball ist in südeuropäischen Ländern wie Italien, Portugal und Griechenland seit Jahren populär und wird dort von enormem Zuschauerinteresse begleitet. In Deutschland stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung. Mit der Durchführung der DHB-Beachhandball-Masters-Serie, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft im Beachhandball, wurde seit 1996 eine attraktive Wettkampfserie mit Qualifikationsturnieren eingeführt. Trotz sportlich anspruchsvollen Wettkämpfe im Sand zeichnet sich Beachhandball vor allem dadurch aus, dass der Leistungsdruck im Vergleich zur Hallenvariante deutlich geringer ist. Der Event und Spaß stehen im Vordergrund, abendliche Beachparties gehören zum Ausklang des Turniertages. Die Spielregeln sind mit Ausnahme der Ballgrößen für Männer und Frauen dieselben und ähneln denen des Hallenhandballs. Die Teams bestehen aus drei Feldspielern und einem Torwart. Das besondere ist, dass der Torwart im Angriff mit auf das Spielfeld geht und so immer eine Überzahlsituation entsteht. Außerdem werden Tore unterschiedlich bewertet. So zählt ein Tor, das der Torwart erzielt zwei Punkte, ein Tor, das als spektakulär bezeichnet wird ebenfalls zwei Punkte und das Tor, dass im Flug, also mit dem bekannten „Kempa“-Trick erzielt wird, sogar drei Punkte. Das Spielfeld ist 12 Meter breit und 15 Meter lang, der Grundboden muss aus mindestens 40 Zentimeter tiefem Sand bestehen. An das Spielfeld gliedert sich auf jeder Seite ein 6 Meter langer Torraum an. Die 2 Meter hohen und 3 Meter breiten Tore befinden sich am Ende des Torraumes. Eine Mannschaft besteht aus bis zu acht Spielern, von denen maximal vier (drei Feldspieler, ein Torwart) gleichzeitig auf dem Feld stehen dürfen. Das Spiel teilt sich in zwei Halbzeiten à zehn Minuten, unterbrochen von einer fünfminütigen Pause. Beide Halbzeiten werden getrennt gewertet. Hat jede Mannschaft eine Halbzeit gewonnen, wird der Sieger durch ein „Shoot out“ (einer gegen den Torwart) ermittelt. Unter dem Namen "Beach Bombs" trat der Jahrgang
1989 (zum damaligen Zeitpunkt in der B-Jugend spielend) bei den Berlin
Brandenburg Beach Master 2003 an und konnte auf Anhieb den dritten Platz
erringen. Seither spielen die Spieler aller Jahrgänge unter diesem
Pseudonym, um wie auch in der Hallensaison, Einheitlichkeit und Schlagkräftigkeit
zu dokumentieren. |
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